Kieferheilkunde

Blockseminar 

"Selbsttherapie Knirschen, Pressen und Kiefergelenkschmerz"  


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Therapiekonzept CMD 

Cranio Mandibuläre Dysfunktion

Es ist mir ein besonderes Anliegen für die Behandlung der Volkskrankheit CMD (Schädel-Kiefer-Fehlfunktion) ein neues und umfassendes Therapiekonzept anbieten zu können. Zu dem „Krankheitsbild“ gehören u.a. Knirschen, Pressen, Kieferklemmen und Kiefergelenksschmerzen.

Auf Basis meiner zahnmedizinischen Expertise und schmerztherapeutischen Ausbildung, ist ein eigens entwickeltes und speziell auf das Krankheitsbild CMD zugeschnittener Behandlungsansatz entstanden, der die wesentlichen Aspekte der Krankheitsentstehung diagnostiziert und so behandelt, dass auch Folgeschmerzen wie chronische Kopfschmerzen, Fehlhaltung der Halswirbelsäule etc. nachhaltig berücksichtigt werden. Den Kern der Behandlung bilden die drei Aspekte der Schmerztherapie: Manuelle Therapie, Bewegungs- und Bewusstseinstraining.

Das Therapiekonzept beinhaltet außerdem die Funktionsanalyse, hier wird Status Quo bestimmt und der Verlauf dokumentiert, dabei konzentrieren wir uns auf die für die Therapie wesentlichen Aspekte. Bei der Manuellen Therapie arbeiten wir dann über Fingerdruck am Knochen an sogennante Osteopressurpunkten, dadurch erzielen wir eine Unterbrechnung in unbewussten Anspannungskreisläufen des zentralen Nervensystems und senken effektiv und sofort den Muskeltonus. In den meisten Fällen können wir so direkt eine drastische Schmerzreduktion, bzw. verringerte Fehlfunktion, wie Knirschen o.Ä., erreichen, da die zu hohe Spannung der Muskulatur direkt an der Schmerzentstehung beteiligt ist. Unterstützend hierzu wirken spezielle Dehn- und Ansteuerungsübungen, um im ersten Schritt erzielte Entspannung aufrechtzuerhalten und durch Wiederholung zu erweitern.

Bewegung ist ein wunderbares Erlebnismoment, um unserem Körper und damit uns selbst  näher zu kommen. Wir etablieren natürliche Bewegungsmuster, mit dem Ziel auf diesem Wege eine bessere Ansteuerung der Muskulatur zu erzielen und damit die Körperwahrnehmung zu sensibilisieren. Zum einen sorgen wir so dafür, dass häufig unbewusste Bewegungsmuster oder Warnsignale schneller erkannt und gestoppt werden und zum andern wirken wir aufsteigenden Dysfunktionen an ihrem Ursprung entgegen. Als aufsteigende Dysfunktion bezeichnet man solche, bei denen die Ursachen für die Kiefergelenksbeschwerden größten Teils weiter „unten“ im Bewegungsapparat liegen.

Im Falle der CMD ist psychologische Belastung z.B. in Form von Stress unbestritten ein großer Einflussfaktor. Die innere Anspannung spiegelt sich im erhöhtem Muskeltonus wieder und versucht über sogenannte Parafunktionen, wie Knirschen oder Pressen, ein Ventil zu finden. Wir betrachten subjektive Bewertungssysteme und Kategorisierungen und setzen so direkt an der Stressentstehung an.

Sinn und Zweck des Bewegungs- und Bewusstseinstraining ist es, der erneuten Entstehung von Anspannung im Alltag entgegen zu wirken. So nehmen wir dem Krankheitsbild den Nährboden und sind immer weniger damit beschäftigt, unbewusst aufgebaute Anspannungen durch tägliche Übungen wieder abbauen zu müssen.

Postoperative Rehabilitation

Nach einem operativen Eingriff im Bereich des Kiefergelenks sind rehabilitierende Maßnahmen erforderlich, um einen bestmöglichen Heilungsverlauf und optimalen Langzeiterfolg erzielen zu können.

Dazu eignet sich im Anschluss an eine Frührehabilitation im Krankenhaus das Therapiekonzept CMD, da wir hier durch gezielte Mobilisierung und Kräftigung den Heilungsprozess unterstützen und einem Rückfall ursachenorientiert entgegenwirken.

Therapieverlauf


Die Therapie wird weitgehend über die GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) und GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) abgerechnet und zum Großteil von privaten Krankenversicherungen erstattet.

Informationen über konventionelle Therapieansätze CMD und ihre Stolpersteine findest du hier.