Knirschen

Pressen, Kieferklemmen und Kiefergelenksschmerzen

Blockseminar 

"Selbsttherapie Knirschen, Pressen und Kiefergelenkschmerz" 

Samstag, den 31.07.2021 



Diagnose CMD 

Was ist CMD?

CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) steht für unphysiologische Funktionsänderungen von Kaumuskulatur und Kiefergelenk. Die häufigsten Fehlfunktionen sind Knirschen und Pressen, diese gehen häufig aber nicht immer mit einer Schmerzsymptomatik einher. Zahnhartsubstanzdefekte, Abrasionen genannt, können dabei entstehen. Diese sind besonders auffällig und bei sonst symptomlosen Patienten oft das erste Anzeichen für eine Fehlfunktion. Wird die CMD nicht ursächlich behandelt kommt es oft zu hoher Druckbelastung im Bereich des Kiefergelenks und dadurch zum Verschleiß. Intensivierte Schmerzzustande und Funktionseinschränkungen wie die Kieferklemme können die Folge sein. Bei einer Kieferklemme kann der Mund nur noch eingeschränkt oder in extremen Fällen kaum noch geöffnet werden. Bei

Konventionelle Therapieansätze

Konventionelle Therapieansätze bei Behandlung einer CMD sind meist symptomatisch orientiert und eindimensional (siehe Schienentherapie). Ursächlich für Schmerzsymptomatik und Parafunktionen wie beispielsweise das Zähneknirschen ist in den meisten Fällen eine übermäßige Anspannungen der Muskulatur im Kopf- und Halsbereich oder sogar weiter unten, im Bewegungsapparat, die über konventionnele Ansätze kaum oder ungenügend beeinflusst werden. 

Nach einer anfänglichen Symptomfreiheit z.B. durch eine Schienentherapie folgt die Schmerzsymptomatik daher meist in Schüben, diese werden dann mit Schmerzmitteln gepuffert, aber eine dauerhafte Lösung bleibt aus, wordurch es häufig zu einem Gelenkverschleiß kommt. Wenn die Schäden im Kiefergelenk zu groß werden, erfolgt ein chirurgischer Eingriff. Folgt im Anschluss an einen operativen Eingriff keine grundlegend rehabilitierende Arbeit (Postoperative Rehabilitation) kommt es nicht zu einer dauerhaften Symptomfreiheit, denn der Nährboden für die Krankheitsentstehung bleibt bestehen.

Im Gegensatz dazu steht mein ursachen Therapiekonzept CMD, mehr Informationen dazu sind hier zu finden.

Fehlspannungen entstehen wenn das Kauorgan unbewusst zum Stressventil wird und es an natürlicher Beanspruchung durch feste, vollwärtige Nahrung fehlt, was sich wiederrum negativ auf das Zusammenspiel des Kauorgans auswirkt.

Okklusion

Eine schlecht eingestellte Okklusion (Verzahnung) kann die Entstehung der CMD ungünstig beeinflussen, ist aber nie als alleinige Ursache dafür auszumachen. Schließlich haben grade auch viele junge Leute mit wunderbar harmonischer Verzahnung massive Kiefergelenksbeschwerden und viele andere auch ältere Menschen, mit unbehandelter mangelhafter Verzahnung, keine. Vielmehr kommt es bei schlechter Okklusion schneller zu unphysiologischer Belastung, was sich negativ auf die Spannungsverhältnisse auswirkt.

Bei Fällen starker Okklusionsstörung, kann ein Einstellen der Okklusion den Heilungsprozess positiv beeinflussen, als alleiniger Therapieansatz ohne umfassendes Behandlungskonzept bleibt die erhoffte Besserung jedoch meist aus oder kann nicht langfristig aufrechterhalten werden. 

Knirschen / Schienentherapie

Nicht alle Knirscher haben akute Schmerzen am Kiefergelenk. Bei den meisten kommt es zu wiederkehrenden Beschwerden, die sich über Jahre hinweg intensivieren wie im Absatz Diagnose CMD bereits beschrieben wurde. In jedem Fall ist Knirschen ein Ausdruck für übermäßige Anspannung der Kaumuskulatur, welche immer zu unphysiologischen Druckverhältnissen im Kiefergelenk und einer Überbelastung der Kaumuskulatur führt. Deshalb kommt auch es in den meisten Fällen früher oder später zu Schmerzen. Schienen werden den Patienten verschrieben, um eine irreversible Schädigung der Zahnhartsubstanz zu vermeiden und einen entspannenden Effekt auf die Kaumuskulatur zu erzielen. Sie werden Nachts getragen, da hier das Knirschen fast vollständig außerhalb der Wahrnehmung geschieht und die Schiene im Alltag zu tragen eine Beeinträchtigung darstellen würde. Da Knirschen als Gewohnheit in Stresssituationen aber auch tagsüber stattfindet, sind betreffenden Personen dennoch mit einer Schiene nicht gänzlich vor Verlust von Zahnhartsubstanz geschützt. Die Schiene schafft es außerdem selten für eine dauerhafte Entspannung der Kaumuskulatur zu sorgen, da sie die Anspannungsursachen nicht angeht und nur einen passiven, schwachen Entspannungseffekt hat. Das Knirschen, was meistens trotz Schiene weiterhin auftritt, geschieht nun bis zur Schmerzsymptomatik im Stillen, denn die sonst offensichtlichen Zahnhartsubstanzeffekte treten nicht mehr auf. Der Druck der beim Knirschen aufgebaut wird und die Anspannung, die Folgeschmerzen in Kopf- und Rückenbereich mit sich bringen kann, ist nicht aufgelöst worden und gefährdet nachhaltig unser System.

Zusätzlich entsteht bei der Schienentherapie die letztendlich unnötige Abhängigkeit zu einem Hilfsmittel und sollte aufgrund der Materialbeschaffenheit (Kunststoff) ohnehin kritisch betrachtet und keineswegs angestrebt werden. Im Falle einer Schmerzerleichterung bei Schienentherapie ist diese darauf zurückzuführen, dass die Schiene die Spannungen durch Bisserhöhung und die Entkoppelung der Verzahnung herabsetzt. 

Mit Anwendung des Therapiekonzept CMD lässt sich die Muskelanspannung ursächlich und effektiv reduzieren, so kann das Krankheitsbild aufgelöst und das tragen einer Schiene überflüssig werden.